Geld wächst nicht auf Bäumen, Wer erfolgreich ist, der hat keine Freunde, mit dem Geld geht das Glück und kommt der Neid, lieber arm und glücklich als reich und krank… Die Liste dieser Sätze könnte ich noch eine ganze Weile erweitern. Ist es nicht faszinierend, was viele Menschen ihren Kindern über das Leben, die Arbeit, den Erfolg und die Wertigkeit von Geld beibringen? Wäre es nicht viel stimmiger, wenn man den Kindern ein gutes Verhältnis zu Geld und dem Gefühl dazu vermitteln könnte?

Zugegeben, das beste Mädchen von allen ist noch klein. Doch nachdem andere Kinder im Kindergarten schon Taschengeld bekommen, wurde das natürlich auch bei uns im Haus heiß diskutiert. Während meine Frau der Meinung war, dass das Mädchen in ihrem zarten Alter noch kein Taschengeld braucht, bin ich da doch etwas anderer Meinung. Natürlich werden hier keine großen Beträge ausgezahlt, doch entwickelt man nicht ein besseres Gefühl zu Geld, wenn man selbst welches hat? Geld, über das man selbst bestimmen kann? Mit dem man sich ein Eis, einen Lolli oder vielleicht auch mal eine Zeitschrift kaufen kann? (Die werden übrigens nicht wegen der fantastischen Geschichten gekauft, sondern nur wegen der kleinen und meist noch am selben Tag kaputten Extras). Ist es nicht gut, wenn man beizeiten lernt, dass man mit Geld tolle Sachen kaufen kann, dass man aber auch Entscheidungen treffen muss (Lolli oder Eis?) und dass die Münzen dann auch weg sind. In der Schule steht der Umgang mit Geld ja wohl nicht auf dem Lehrplan…

© Miriam Dörr / Fotolia

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Jedenfalls habe ich mir einen schlauen Trick überlegt. Es gibt für das beste Mädchen von allen einen Euro Taschengeld in der Woche. Wenn sie es schafft, einen Teil des Geldes oder alles zu sparen, dann gibt es in der kommenden Woche den gleichen Betrag noch einmal extra von mir. Gut, oder? Jetzt muss ich nur noch meine Frau davon überzeugen…

Übrigens sind die negativen Glaubenssätze zum Thema Geld der häufigste Grund, warum Menschen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Sie glauben intuitiv daran, dass sie zu schlechteren Menschen werden, wenn sie viel Geld verdienen. Also ziehen sie unattraktive Kunden an, lassen sich nicht anständig für ihre Arbeit bezahlen oder tun unbewusst alles dafür, um nicht mehr zu verdienen als der eigene Vater. Hinterfragen Sie unbedingt Ihre Glaubenssätze zum Thema Geld. Entschlüsseln Sie sie, ermitteln Sie die Motive, die dahinter liegen und formulieren Sie die negativen Glaubenssätze bitte schnellstmöglich in positive um. Sagen und glauben Sie: „Mit Geld kann man unglaublich viel Gutes bewirken.“ oder „Ich leiste gute Arbeit und verdiene dafür gutes Geld.“ Ich verspreche Ihnen, dass es Ihr Leben verändern wird.

In der nächsten Woche geht es hier darum, was uns Sokrates rät, um erfolgreich zu werden.

Als ich klein war, da war ich häufig zum Abendessen bei einem Freund. Dessen Vater kam oft nach Hause, wenn wir schon vor unseren gut gefüllten Tellern saßen und die Mutter meines Freundes fragte dann ihren Mann: „Na, wie war die Arbeit?“ Und er sagte: „War in Ordnung, es ist halt Arbeit. Wenn es Spaß wäre, dann würde man es auch so nennen.“ Als Kind fand ich das total witzig und dachte mir oft, dass er da sicher Recht hätte. Spaß ist Spaß, Arbeit ist eben ernsthaft und offenbar alles andere als ein Vergnügen. Erst viel später, da war ich schon lange erwachsen, da dachte ich erneut über diesen und weitere Sätze dieser Art nach.

Wenn Arbeit unglücklich macht…

Viele Menschen gehen Tag für Tag auf die Arbeit, ohne Freude daran zu haben. Sie denken, dass sie es tun müssen, dass es für sie keine andere Wahl gibt. Sie sind frustriert, ohne Antrieb und fühlen sich als kleines Rädchen in einem viel zu großen System. Häufig endet das über kurz oder lang mit einem Burnout. Doch was tun, um gegenzusteuern? Natürlich gibt es hier nicht den einen Tipp, mit dem alles wieder gut wird. Doch es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die helfen. Dazu gehört, dass man Projekte nicht nur teilweise bearbeitet. Das frustriert, gerade wenn man immer nur routiniert an der einen Stelle eingebunden ist. Wir wollen Erfolgserlebnisse, und diese gibt es nur, wenn man auch Projekte abschließt. Ist das aufgrund von Strukturen nicht möglich, dann sollte eine Rotation erfolgen, so dass man nicht für lange Zeit immer an der gleichen Stelle arbeitet. Zusätzlich ist es wichtig, dass man sich selbst aus der Opfer-Rolle in eine Entscheider-Rolle bringt. In jeder Sekunde eines jeden Tages treffen wir Entscheidungen. Niemand muss zur Arbeit, niemand muss dieses oder jenes tun, jeder kann, darf und möchte im Idealfall. Ist etwas nicht mehr stimmig, dann muss der Veränderungsprozess eingeleitet werden. Nicht hoppladiehopp und überstürzt, sondern vielmehr gezielt und systematisch.

©lassedesignen/Fotolia

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Wenn Arbeit glücklich macht…

Entscheidungen treffen, selbstbestimmt leben und arbeiten, Prozesse beeinflussen, Meinungen einbringen, Wertschätzung erfahren, Projekte abschließen. All das sind Faktoren, die das Wohlbefinden auf der Arbeit positiv beeinflussen. Doch es geht noch um mehr, denn manchmal ist man zwar in seinem Job sehr gut, doch das Herz schlägt für etwas anderes. Dann geht es darum, dieser Leidenschaft zu folgen. Vielleicht nicht sofort, doch jeder Mensch ist in der Lage, sein Schicksal zu beeinflussen. Statt den Kopf in den Sand zu stecken wird Schritt für Schritt ausgelotet welche Möglichkeiten es gibt. Dabei geht es darum, wie man nach und nach mehr von dem tun kann, wofür man brennt und weniger von dem, was einen frustriert, demotiviert oder einfach keinen Spaß macht. Tut man, was man liebt, dann entsteht daraus eine unglaubliche Kraft, denn Leidenschaft kreiert Erfolg.

Denken Sie einmal darüber nach. Wofür brennen Sie? Sind Sie der Busfahrer in Ihrem Leben oder sitzt vielleicht doch jemand anders am Steuer und Sie fahren nur mit… Egal, wo die Reise hingeht. In der nächsten Woche geht es hier um die Einstellung zum Geld und was wir unseren Kindern darüber beibringen sollten…

Neulich bei mir zuhause. Das beste Mädchen von allen befindet sich mitten in der Geburtstagsplanung und überlegt, wer eingeladen wird. Sie zählt gefühlt 50 Namen aus dem Kindergarten auf, hält plötzlich inne. „Papa, wenn du mir eine Hüpfburg für den Garten kaufst, dann lade ich dich auch zu meinem Geburtstag ein.“ Ich: Mäuschen, heißt das, dass ich nicht kommen darf, wenn ich nicht mache, was du möchtest?“ Sie: „Mach es doch einfach.“ Ich: „Ich habe dich lieb mein Schatz, doch dann komme ich lieber nicht und mache mir mit der Mama einen schönen Nachmittag. Dann kümmerst du dich aber auch um den Kuchen, das Abendbrot, die Spiele und die Schatzsuche?“ Sie: „Ach weißt du Papa, vielleicht kriegst du doch eine Einladung.“

© Viacheslav Lakobchuk / Fotolia

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Zugegeben, das Mädchen ist schlau. Schließlich hat es mir fast das Herz gebrochen, nicht auf den pinken Prinzessinnen-Geburtstag eingeladen zu werden. Doch wenn man hier keine Grenzen setzt, dann wird aus der Prinzessin schnell ein Tyrann. Und was bei Kindern wichtig ist, das ist im Job nicht minder wichtig. Stopp zu sagen, wenn zu viele Aufträge auf dem Schreibtisch landen, wenn jemand Arbeit abwälzt oder sich mit fremden Lorbeeren schmückt, das ist Selbstschutz. Und doch, das Kino im Kopf geht häufig schon los, bevor man noch protestieren kann. Was hat das jetzt für Konsequenzen, wenn ich deutlich mache, dass es nicht meine Aufgabe ist, dass ich dafür keine Kapazitäten habe oder es schlicht und ergreifend nicht möchte? Kostet mich das die Beförderung… Fragen über Fragen schießen einem in den Kopf und man entscheidet sich häufig wider besseres Wissen dafür, diese Aufgabe noch zu erledigen, das weitere Projekt zu übernehmen, die Extra-Zeit zu investieren. Man will ja gemocht werden, respektiert, geschätzt und anerkannt. Und schon sind wir mitten drin in der Welt der Gefühle.

Die Kunst des Nein-Sagens

Nein sagen will gelernt sein. Es gibt keinen Grund es böse zu sagen, es geradezu heraus zu bellen oder es als Auftakt für einen Gegenangriff zu nutzen. Vielmehr geht es darum, souverän und angemessen Nein zu sagen. Begründen Sie, warum sie dieses oder jenes nicht tun können oder möchten. Seien Sie selbstsicher und achten Sie darauf, dass das Gespräch auf Augenhöhe stattfindet. Begründen Sie, doch rechtfertigen Sie nicht. Es gibt keinen Grund dafür. Im richtigen Moment Nein zu sagen ist nicht nur befreiend, sondern sogar Karriere fördernd. Denn so haben Sie Kapazitäten frei, um neue Aufgaben zu übernehmen, die Sie wirklich voranbringen und Sie zeigen, dass Sie Konflikte nicht scheuen. Gut, oder?

In der nächsten Woche geht es darum, wie man am Arbeitsplatz wirklich glücklich wird.

Zugegeben, es ist immer ein bisschen einfach, die erfolgreichen Menschen in Typen einzuteilen. Doch nur weil etwas einfach ist, heißt es ja noch nicht, dass es nicht stimmt. Und auch wenn ich prinzipiell für Individualität, Ecken und Kanten bin, ist es doch erstaunlich, wie häufig diese drei Archetypen in den Chefetagen zu finden sind. Noch erstaunlicher allerdings ist ein anderer Fakt. Was glauben Sie? Welcher Typ Mensch ist besonders erfolgreich? Der Geber, der Nehmer oder der Tauscher? Bevor wir uns jedoch damit beschäftigen, schauen wir uns die drei Typen einmal genauer an.

©ellisia/Fotolia

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Die Nehmer

Sie stellen die eigenen Bedürfnisse stets über die Interessen der anderen. Sie möchten mehr bekommen, als sie geben. Nehmer glauben daran, dass jeder nur an sich selbst denkt und möchten möglichst viel Anerkennung für ihre Bemühungen erhalten. Nehmer kümmern sich immer zuerst um sich selbst.

Die Geber

Während der Nehmer aus taktischen Gründen gibt, etwa um zu einem späteren Zeitpunkt einen größeren Gefallen bei der anderen Person einzufordern, ist es dem Geber ein Bedürfnis zu helfen, zu unterstützen und zu fördern. Geber achten zuerst darauf, was andere Menschen brauchen und stellen sich selbst hintenan. Sie tun Dinge nicht für eine Gegenleistung, sondern weil etwas von einer anderen Person benötigt wird. Reine Geber sind in der Arbeitswelt selten anzutreffen.

Die Tauscher

Wie du mir, so ich dir ist die Maxime der Tauscher. Sie bemühen sich um ein ausgewogenes Verhältnis. Wenn Sie jemandem helfen, dann schützen sie sich, indem sie etwas dafür zurückbekommen wollen. So versuchen die Tauscher zu vermeiden, übervorteilt zu werden.

Jetzt könnte man denken, dass Geber sich so sehr um die Belange anderer kümmern, dass ihre eigenen zu kurz kommen. Und das ist auch so. Doch während manche von ihnen am unteren Ende der Karriereleiter landen, schaffen es viele von ihnen auch ganz nach oben. Geber haben Statistiken zu Folge sowohl die schlechteste als auch die beste Leistungsbilanz, während die Nehmer und die Tauscher im Mittelfeld landen. Wie kommt das? Geber sind langfristig häufig erfolgreich, weil sie ein erstklassiges Netzwerk haben. Weil ihnen jeder den Erfolg gönnt und weil man ihnen gerne und ohne zu zögern hilft. Schließlich würden sie es ja auch tun. Ist das nicht ein toller Gedanke? Gut zu sein lohnt sich…

In der nächsten Woche geht es hier um Grenzen, um das Wort Nein und um Kino im Kopf.

Fallen wir gleich einmal mit der Tür ins Haus. Kritik ist überbewertet. Immer wieder heißt es, es sei unglaublich wichtig, kritikfähig zu sein und dass man nur durch Kritik zu Höchstleistungen kommen könne. Fakt ist doch aber, dass niemand gerne kritisiert wird und dass es einen runterzieht und demotiviert. Natürlich ist es manchmal unerlässlich, sich auch kritische Anmerkungen anzuhören und aus dem Feedback zu lernen. Immer vorausgesetzt, dass es sachlich vorgetragen und fundiert ist.

Feedback oder Kritik?

Der Unterschied mag klein sein, doch im Miteinander kann er einen großen Unterschied machen. Immerhin handelt es sich bei Feedback um eine Rückmeldung, eine sachliche Darstellung einer Meinung, um die man in der Regel gebeten hat. Bei Kritik ist dagegen häufig eine Bandbreite von Befindlichkeiten zu beobachten. Persönliche Meinung, Gefühle, unglückliche Formulierungen, mangelnde Sachlichkeit. Kritik artet häufig in etwas aus, das mindestens auf der einen Seite Frust hinterlässt. Um das zu vermeiden, sollte immer auf einen sachlichen Ton und ein Miteinander auf Augenhöhe geachtet werden. So ist es möglich, etwas Positives aus dem Gespräch zu ziehen.

© freshidea / Fotolia

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Wo ist denn nur das Lob geblieben?

Wer Kinder hat, der kennt sich aus mit dem Lob. Jede Kritzelei, jede verunglückte Rolle im Kinderturnen, jeder Meter auf dem Fahrrad, alles wird gelobt. Schließlich sollen die lieben Kleinen ja motiviert bei der Sache bleiben. Aha, warum verknüpfen wir denn Lob mit Motivation bei den Kindern und tun im Erwachsenenleben das komplette Gegenteil: Kritik üben und erwarten, dass aus dieser Negativ-Motivation etwas Positives erwächst? Wäre es da nicht viel sinnvoller, dieses Verhalten umzustellen und mehr zu loben? Immerhin heißt es doch, dass wir uns auf das fokussieren müssen, was wir anstreben und nicht das Augenmerk auf etwas richten sollen, das wir vermeiden wollen. Geben wir sonst dem Anti-Ziel nicht viel mehr Raum als dem eigentlichen Ziel, das wir anstreben? Lob verstärkt und generiert ein positives Gefühl. Einmal erhalten wollen wir mehr davon, also tun wir mehr von dem, für das wir ein Lob erhalten haben. Eine Positiv-Spirale entsteht. Die Zufriedenheit steigt und mit ihr die guten Leistungen. Es heißt, wer fundiertes Lob gibt, der bindet seine Mitarbeiter besser ein und das wiederum führt zu besseren Leistungen und einer geringeren Fluktuationsrate. Perfekt, oder?

Loben, aber richtig

Ein „Gut gemacht!“ ist zwar ein guter Anfang, reicht aber nicht aus. Das Lob muss qualifiziert und fundiert sein, sonst verpufft es. Besser ist ein: „Gut gemacht, Herr Müller. Ich mag Ihren Entwurf, weil er auf der einen Seite die Traditionalisten abholt und auf der anderen Seite durch das moderne Farbspektrum neu und innovativ anmutet. Wirklich sehr gelungen, danke.“ Wer so lobt, der zeigt, dass er Qualität wahrnimmt und anerkennt.

In der nächsten Woche geht es hier um drei Archetypen, um die Geber, Nehmer und Tauscher. Und es geht darum, was diese Wesensart mit der Karriere macht…

Dauerhafter Erfolg hat viele Ursachen. Die richtige Einstellung, die Bereitschaft, auch Dinge zu tun, die keinen Spaß machen oder unbequem sind, Gas geben. Doch es gibt auch noch andere Parameter, die zum Erfolg maßgeblich beitragen. Sie wirken vielleicht auf den ersten Blick nicht so durchschlagend, doch das täuscht. Daher möchte ich Ihnen heute drei dieser „stillen“ Erfolgstipps vorstellen.

Geben

Wir Menschen sind Schwingungswesen. Was wir aussenden, das kommt auch zu uns zurück. Wenn wir also großzügig, empathisch und positiv agieren, dann wird die Welt uns auch in diesem Ton antworten. Doch nicht nur das: etwas herzugeben und damit etwas Gutes zu bewirken ist einfach ein gutes Gefühl. Die Welt ist danach ein bisschen besser und es hat etwas Reinigendes. Versuchen Sie es einmal. Wer gibt, der tankt gute Gefühle.

Die 21-Tage-Regel

Zugegeben, 21 Tage reichen in der Regel nicht dafür aus, eine neue Routine zu entwickeln. Wir brauchen ungefähr 100 Tage, damit ein neues Verhalten so konditioniert wird, dass es sich vollkommen normal anfühlt und man nicht mehr darüber nachdenken muss. Doch 100 Tage sind eine enorm lange Strecke und vielen Menschen macht die lange Distanz Angst. Daher starten sie nicht und verharren weiter in alten Gewohnheiten. Mit der 21-Tage-Regel ist der Start leichter, denn der Druck ist nicht so hoch. Sie möchten mehr Sport machen? Mehr meditieren, gesünder essen oder mehr verdienen? Dann starten Sie jetzt. Meditieren Sie jeden Morgen, joggen Sie jeden Abend oder kontaktieren Sie jeden Tag einen Neukunden. Was Sie auch tun, tun Sie es jeden Tag. 21 Tage lang. Erlauben Sie sich keine Ausnahmen, denn sie sind der Feind der Kontinuität. Haben Sie doch einen Tag ausgelassen, dann beginnt die 21-Tage-Frist wieder von vorn. Wenn Sie es geschafft haben, dann sind Sie bereit für die 100 Tage und auf dem besten Weg zu einem neuen, förderlichen Verhalten.

© underdogstudios / Fotolia

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Das Ziel im Visier

Niemand steigt auf einen Berg, wenn er den Gipfel nicht im Auge behält. Genauso ist es mit den Zielen. Verliert man sein Ziel aus dem Auge, dann wird der Weg immer beschwerlicher. Zu viele Ablenkungen lauern, zu viele Dinge, die man tun muss oder möchte und nicht wenige davon bringen einen vom Weg ab. Überprüfen Sie daher mindestens einmal in der Woche, ob Sie weiter Ihr Ziel fest im Blick haben und darauf zu steuern. Müssen Sie den Kurs korrigieren, brauchen Sie Hilfe oder läuft alles? Es ist ein gutes Gefühl, sich zu vergewissern, dass man auf einem guten Weg ist. Das ist wie ein Etappenziel und erlaubt einem einen kurzen Blick auf den Gipfel. Die große Belohnung des „Oben-Stehens und ins Tal-hinunter-sehens“ folgt dann später.

In der nächsten Woche geht es hier um Lob und darum, wie man durch Lob die Leistungen der Mitarbeiter entscheidend verbessern kann.

Neulich zu Hause: Mein großartiges Mädchen sitzt im Wohnzimmer und fragt: „Papa, was soll ich nur spielen? Ich habe keine Idee.“ Darauf ich: „Spiel doch mit deinen Barbies.“ Sie: „Ach nein.“ Ich: „Dann mal doch ein schönes Bild.“ Sie wieder: „Nein, mag nicht.“ Und kurze Zeit später ein Seufzen: „Mir ist so langweilig.“ Gerade will ich meine Zeitung aus der Hand legen und mit ihr gemeinsam überlegen, was möglicherweise Spaß machen oder wenigstens nicht so langweilig sein könnte, da schießt mir der folgende Gedanke in den Kopf: Wann nur habe ich mich zum letzten Mal gelangweilt…

Langeweile. Für mich ist es nur ein Wort. Ich komme gar nicht dazu, sie zu empfinden, denn ich habe eigentlich immer etwas zu tun. Und wenn ich mir ganz gezielt eine kleine Auszeit gönne, dann genieße ich das Nichtstun. Langeweile? Kenne ich nicht. Doch vielleicht ist Langeweile wichtig? Nicht nur für Kinderköpfe, die frustriert feststellen, dass sie schon mit allen Sachen mehrfach gespielt haben, dass sie heute gar keinen Freund zum Spielen da haben, dass sie überhaupt auch gar keine Idee haben, womit sie sich beschäftigen wollen. Ja, in genau diesen Momenten tut sich die gähnende Langeweile auf wie ein alles verzehrendes schwarzes Loch, das immer größer wird. Und in genau diesen Momenten kommen Kindern immer die besten Ideen.

Idee 1: Alle Kuscheltiere mit Thymian-Balsam eincremen (sie haben so Husten)

Idee 2: Das neu gelegte Parkett mit Babyöl eincremen (das haben die Handwerker doch auch gemacht)

Idee 3: Das Geschwisterkind im Kinderzimmer anbinden (das alte Indianer-Spiel)

© Robert Kneschke / Fotolia

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Nun ja, zweifellos rauft man sich als Eltern in diesen Fällen die Haare, doch das Gehirn des Sprösslings funktioniert und man kann tatsächlich, mit ein wenig Mühe und nachdem der erste Ärger verflogen ist, den Gedankengang nachvollziehen. Ist Langeweile also das Beste, was Kindern in ihrer Entwicklung passieren kann, weil es sozusagen ein Motor für ihre Kreativität ist und sich ganz neue Windungen im Gehirn bilden und ausprägen? Sollten wir aufhören, unsere Kinder zu beschäftigen und damit anfangen, die langweiligste Gesellschaft für sie zu werden, damit sie sich selbst etwas Spektakuläres einfallen lassen können?

Und was bedeutet es für mich? Ist bei mir schon alles verloren, weil ich Langeweile seit Jahren nicht mehr empfunden habe? Müsste ich mich mal wieder richtig langweilen und würde dann die tollsten Sachen erfinden, die fantastischsten Ideen entwickeln oder eine These, die zum sofortigen Weltfrieden führt? All das scheint möglich, aber ich werde gerade wieder müde. Vielleicht langweile ich mich später noch ein bisschen…

Das Kind eines Freundes hat übrigens am ersten Weihnachtsfeiertag mit dem neu geschenkten Lötkolben seine Lieblingsmannschaft in der Schrankwand der Eltern verewigt: 1. FC Köln. Da war vermutlich auch noch ein bisschen kreative Energie übrig…

In der nächsten Woche geht es hier um unser Gehirn und darum, wie wir es im Verkaufsprozess austricksen können.

Es gibt einen alten chinesischen Fluch, der lautet: „Mögest du in interessanten Zeiten leben“. Erst einmal hört er sich gar nicht so schlimm an, doch interessante Zeiten sind eben auch unruhige, wilde, aufwühlende und schnelle Zeiten. Keine Zeiten, in denen man zur Ruhe kommt und sich auf das Wesentliche im Leben besinnt. Oder haben Sie schon einmal versucht, sich in aller Ruhe Ihrem Seelenleben zuzuwenden, während Sie einen Sprint über 500 Meter hinlegen? Ich bin zwar der Meinung, dass nichts unmöglich ist, aber hier könnte das doch zutreffen.

Neulich im Schweigeseminar. Kein Handy, kein persönliches Gespräch, ja nicht einmal ansehen durften wir uns. Es sollte eine innere Einkehr sein, kein non-verbales Gespräch. Für mich als Trainer ein wirklich schwieriges Unterfangen. Nein, nicht unmöglich, aber doch sehr schwer. Das faszinierendste nach den drei Tagen aber war wieder im richtigen Leben anzukommen. Es war so laut, so schnell, so durcheinander. So viel. Zu viel? Ja, eine Weile lang fühlte es sich danach an. Inzwischen bin ich wieder angekommen und fühle mich auch wieder wohl, doch den einen oder anderen Denkanstoß habe ich bekommen.

© Syda Productions / Fotolia

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Die Leistungsspirale

Wir planen, definieren Ziele und sagen uns, wenn wir dieses oder jenes geschafft haben, dann werden wir den Erfolg feiern. Doch was passiert? Der Erfolg kommt und wir rennen bereits weiter. Das nächste Ziel wartet schon, aber wenn wir das erreicht haben, dann… Wissen Sie, worauf ich hinauswill? Wir sind so fokussiert, dass uns nicht einmal das Leben ablenken kann. Wir funktionieren und vergessen darüber zu leben.

Was wir von den Franzosen lernen können…

Bedienen wir einmal ein Klischee: die Deutschen sind Perfektionisten, 100-Prozent-Menschen. Die Franzosen dagegen lieben das Leben, sie sind Genießer. Sie nehmen sich Zeit für die Dinge, die ihnen wichtig sind: Essen, Liebe, Kunst, Mode… Verstehen Sie mich nicht falsch, die Franzosen arbeiten auch. Sie erreichen auch ihre Ziele, sie stemmen große Projekte und machen Deals. Doch sie haben eben nicht nur das Geschäft im Kopf. Sie arbeiten und leben. Sie arbeiten und feiern. Sie arbeiten und haben Zeit. Es klingt verblüffend, doch es geht tatsächlich beides. Wie? Indem man selbstbewusst „Nein“ sagt. „Nein, ich kann heute Nachmittag nicht, denn ich möchte mir das Fußballspiel meines Sohnes ansehen.“ Nicht, ich muss zum Fußballspiel meines Sohnes, ich möchte. Nicht immer von einem Termin zum anderen hetzen und die Familie stets hinten an stellen. Nicht Reisen, Bücher, Filme oder schöne Erlebnisse mit der Familie auf später verschieben, sondern Zeit und Raum dafür schaffen. Das Leben findet jetzt statt und wir sollten es auskosten.

Und wissen Sie, was dann passiert? Wenn Zeit und Raum für Arbeit und Freizeit, ja vielleicht sogar einmal für ein bisschen Langeweile da ist? Dann kommt der Spaß zurück – und mit dem Spaß häufig auch der Sinn und mit dem Sinn die Leidenschaft und mit der Leidenschaft der Erfolg. Probieren Sie es einmal aus, ich verspreche Ihnen es funktioniert.

In der nächsten Woche schauen wir uns die Langeweile einmal genauer an und Sie lesen, warum Langeweile kein Fluch, sondern tatsächlich ein Segen ist. Spannend, oder?

Kennen Sie die Überaschungsei-Werbung von Ferrero? Man sieht verschiedene Kinder in einem Raum sitzen. Eine junge Frau kommt und schenkt ihnen ein Ü-Ei. Sie sagt den Kindern einzeln, dass sie gleich wieder kommt und wenn sie das Ei in dieser Zeit nicht essen, dass sie dann noch ein zweites Überraschungsei bekommen. Man sieht die Kids einzeln, sie schauen sich das Ei genau an, sie schütteln es… Und essen es auf.

Mal ganz davon abgesehen, dass die Kinder wirklich gut ausgewählt wurden. Sie sind einfach total niedlich und man sieht ihnen den Gewissenskonflikt an. Sie wollen ja warten, aber wie lange denn… Und überhaupt, hier und jetzt liegt dieses leckere Ü-Ei ja schon. Sozusagen in greifbarer Nähe… Es geht einfach nicht, die Hürde ist einfach zu groß, das Ü-Ei muss weg.

Was ist genau passiert? Die Kinder werden vor eine äußerst schwierige Wahl gestellt: kleine Belohnung jetzt oder jetzt keine Belohnung, dafür aber später eine größere. Im Grunde genommen könnte man meinen, dass es ganz einfach wäre. Ist es aber nicht, denn was wie eine zugegeben sehr gut gemachte Werbung aussieht geht auf den „Marshmellow-Test“ von Walter Mischel aus den späten 60er Jahren zurück. Das Prinzip war ähnlich wie in der Werbung. Ein Kind bekam ein Marshmellow und dazu wurde ihm gesagt, dass es das Marshmellow jetzt essen dürfe. Oder dass es 20 Minuten warten könne und dann würde es zwei Marshmellows bekommen. Ähnlich wie bei der Werbung fiel den Kindern das Warten unglaublich schwer, doch das eigentliche Ergebnis des Tests ist verblüffend. Denn je länger das Kind der Versuchung widersteht, desto besser wird es durchs Leben kommen, so die wissenschaftlich gut abgesicherte Prognose.

© Yurimaging / Fotolia

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Das heißt: Wem es bereits im Kindesalter gelingt, sich selbst zu motivieren, eine kleine Belohnung auszuschlagen um eine größere zu erhalten, der wird gut durchs Leben kommen. Ehrlich gesagt mich hat dieser Schluss  erstaunt. Im Vertrieb wird der Satz „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ oft gelebt und dabei geht es doch um nichts anderes. Lieber jetzt einen kleinen Abschluss als später keinen. Ist es das, was den Unterschied ausmacht zwischen erfolgreich und super-erfolgreich? Dass Warten-können? Das sich in Geduld-üben-können? Das Vertrauen haben? Ich bin davon überzeugt, denn nach meiner Erfahrung ist der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg eine Kombination aus Selbstmotivation, positiven Glaubenssätzen und dem Durchhalten, also dem täglichen TUN. Was denken Sie? Würden Sie widerstehen können, wenn ich Ihnen jetzt ein Überraschungsei hinlegen würde? Würden Sie warten können? Oder würden Sie gleich das Papier aufreißen, die Schokolade verputzen und das Spielzeug auspacken? Natürlich im übertragenen Sinne…

In der nächsten Woche geht es hier übrigens darum, ob Arbeit Sinn machen muss. Spannende Frage, oder?

Neulich kam ich nach Hause und hatte nicht nur meine Aktentasche dabei, sondern auch noch einen Stoffbeutel. Ich war auf dem Weg nach Hause noch im Supermarkt gewesen und hatte ein bisschen Obst und ja, ich gebe es zu, auch eine Tüte Chips gekauft. Die Kinder belagerten mich sofort, versuchten in die Tasche zu gucken und löcherten mich mit Fragen. „Was ist in der Tasche?“ und „Ist da was für mich drin?“ Ich musste sie regelrecht wegschieben, aber diese neugierigen Zwerge ließen nicht locker. Wir packten die Tasche also gemeinsam aus und natürlich waren sie enttäuscht: „Nur Obst und scharfe Chips? Nichts für uns, Oh manno. Nie bringst du uns was mit.“

Versagt, auf ganzer Linie. Ich mag solche Sätze, die mit „Nie“ und „Immer“ beginnen ja ganz besonders gern. Sie sind so absolut und man wälzt sich unmittelbar in Schuldgefühlen, wenn man sie um die Ohren gehauen bekommt. Ob zu Recht oder zu Unrecht. Aber die Sache mit der Neugier ist tatsächlich interessant. Ob Kind oder Erwachsener, neugierig sind wir doch alle, oder? Wir wollen wissen, wie der Zauberer das Kaninchen in den Hut und wieder hinaus bekommt und wenn jemand das Wort „Geheimnis“ flüstert, dann spitzen wir die Ohren und lauschen.

© Anyka / Fotolia

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Wir Menschen sind von Natur aus neugierig und bei Vertrieblern und erfolgreichen Geschäftsleuten scheint dieser Wesenszug noch einmal stärker ausgeprägt zu sein. Umso wichtiger, dass wir die Neugierde zu unseren Gunsten nutzen. Wie das am besten gelingt, das zeigen die folgenden fünf Schritte:

  1. Das Problem aufzeigen: „Kennen Sie auch die Situation, dass…?“
  1. Die Auswirkungen benennen / Fragen lenken den Fokus auf das Problem: „Wie gehen Sie aktuell mit dieser Herausforderung um?“
  1. Lösung andeuten: „Möglicherweise kann ich Ihnen dabei helfen.“
  1. Beweise liefern: „…weil wir ein Produkt entwickelt haben, das speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Wir haben bereits mehr als … Unternehmen geholfen, die genau da standen, wo Sie sich gerade befinden. Dazu gehören…“
  1. Kunde klassifizieren: Die weitere Argumentation wird auf das Persönlichkeitsmuster des Kunden abgestimmt. „Wir können in nur 15 Minuten gemeinsam ermitteln, ob wir auch Ihnen helfen können. Darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen?“

Geheimnisse, Insider-Tipps und auch Gerüchte… All das spielt mit der Neugier der Menschen. Nutzen Sie sie für sich, die Ergebnisse werden Sie verblüffen. In der nächsten Woche geht es hier übrigens um Überraschungseier. Seien Sie gespannt!