Es gibt Momente, die sind voller Gefühl. Wenn ich nach Hause komme und die Kinder stürzen sich auf mich, sobald ich zur Tür hereinkomme. Wenn ich ein Ziel erreiche, an dem ich mir zuvor mehrfach die Zähne ausgebissen habe. Wenn ich im Auto sitze und der Radiosender spielt mein Lieblingslied.

Musik geht bei mir immer mitten ins Herz und katapultiert mich zum Teil um Jahre zurück. Höre ich einen coolen Song von früher, dann weiß ich genau, was ich zu der Zeit gemacht habe und wie ich mich gefühlt habe. Musik ist der beste Anker.

© Masson

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Mitten ins Herz

Es gibt so ein paar Lieder, die kann ich von vorne bis hinten mitsingen. Die habe ich in einem ganz bestimmten Urlaub gehört und wenn sie heute gespielt werden, dann bin ich sofort wieder drin in dem Gefühl von damals. Ich weiß noch genau, dass ich mit den Jungs unterwegs war und wir Lagerfeuer am Strand gemacht haben. Ein toller Urlaub… Kopf aus, Herz an. Das kann die Musik. Man ist sofort mittendrin im Gefühl. Und natürlich kann man dieses Phänomen direkt für sich nutzen.

Setzen Sie positive Anker

Fragen Sie sich, wann Sie sich das letzte Mal so richtig super gefühlt haben. Erfolgreich, anziehend, einfach unbesiegbar. Wo waren Sie? Mit wem waren Sie zusammen? Machen Sie für einen Moment die Augen zu und fühlen sich mit jeder Faser Ihres Körpers in diese Situation hinein. Wie hat es sich angefühlt, was haben Sie gedacht? Halten Sie dieses Gefühl fest und starten Sie so in das nächste Kundengespräch oder den nächsten Geschäftstermin. Sie werden sehen, dass es sich völlig anders anfühlt. Oder kreieren Sie sich Ihre persönliche Erfolgs-Playlist. Laden Sie alle Lieder auf die Playlist, die Ihnen ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubern. Hören Sie die Musik laut und schalten Sie den Erfolg an! Jetzt!

In der nächsten Woche geht es hier übrigens um drei Zeitmanagement-Tipps, die Ihnen zu mehr Effektivität und damit zu deutlich mehr Erfolg verhelfen.

Ich hatte früher mal einen Chef, der hat immer… Von Zeit zu Zeit erzählen Mitarbeiter mir die unglaublichsten Geschichten über frühere Chefs. Sie drehen sich darum, wie Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft heruntergeputzt wurden, wie Mitarbeiter aus dem Dienstplan erfuhren, dass es keine Verwendung mehr für sie gibt und sie gehen mussten, wie Chefs ihre Angestellten angebrüllt, beschimpft und gedemütigt haben. Ja, ich hörte sogar von Chefs, die Schlüssel oder gefüllte Kaffeebecher durchs Großraumbüro warfen. Immer wenn ich so etwas höre, denke ich automatisch: Warum sind die Mitarbeiter da geblieben, warum haben sie sich das gefallen lassen?

Ich persönlich halte Mitarbeiterführung für eines der wichtigsten Werkzeuge überhaupt, um langfristig Erfolg zu haben. Gutes und motiviertes Personal entscheidet darüber, ob Aufträge an Land gezogen und erfolgreich abgearbeitet werden können, ob Herausforderungen gemeistert werden, ob der Laden läuft oder eben nicht. Doch häufig ist das dem Führungspersonal nicht klar, daher widme ich mich diesem wichtigen Thema heute einmal ausführlicher.

Was bedeutet gute Führung?

Wer führt, der sollte das als Aufgabe und als Privileg betrachten. Im Grunde genommen geht es bei guter Führung darum, Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Person A arbeitet auf Projekt A und braucht dafür X Personal, X Arbeitsgeräte etc. Es gibt ein Problem in Abteilung B. Um es zu lösen bedarf es der folgenden Dinge: X, Y, Z. Wenn die Mitarbeiter dem Führungspersonal vertrauen, dann werden sie die notwendigen Informationen weitergeben, so dass schnell eine Lösung gefunden werden kann. Dann werden Probleme und Fehler kommuniziert, statt sie zu verheimlichen. WENN die Mitarbeiter dem Führungspersonal vertrauen, nur dann…

©lassedesignen/Fotolia

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Wie bekommt man das Vertrauen seiner Mitarbeiter?

Durch Wertschätzung, Ehrlichkeit und Lob. Und vor allen Dingen durch ein gelebtes Miteinander. Ist der Chef nie da, dann wird es schwierig. Gibt es immer wieder einen Austausch über das Tagesgeschehen und ehrliche, konstruktive Gespräche, dann steigen die Chancen. Offene Türen, ein Klima des Miteinanders, Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter, das sind Punkte, die das Vertrauen in das Führungspersonal festigen. Wenn der Chef dann auch noch bei Herausforderungen lösungsorientiert agiert, dann wird er es schaffen, sein starkes Team langfristig zu halten.

Mehr Fehler, mehr Spaß, mehr Erfolg

Klingt komisch? Ja, erst einmal schon, denn wir leben in einer eigenartigen Welt der vermeintlichen Fehlerlosigkeit. Den Satz „Fehler können wir uns nicht leisten“ habe ich so und in verschiedenen Varianten schon oft in Gesprächen mit Geschäftsführern gehört. Ich widerspreche jedes Mal vehement. Für mich gilt: Wer keine Fehler zulässt, der erlaubt auch keine großen Erfolge. Er verweigert sich neuen Herausforderungen und erlaubt seinen Mitarbeitern und dem Unternehmen nicht zu wachsen. Kein Mitarbeiter nimmt freiwillig eine wirklich große Herausforderung an, wenn er weiß, dass er für jeden Fehler, den er macht, büßen muss. Wer jedoch weiß, dass er bei Unsicherheiten fragen kann, dass er Hilfe bekommt, wenn er feststeckt und dass ein Fehler nur bedeutet, dass er wieder etwas gelernt hat und beim nächsten Mal die verdienten Lorbeeren erntet, der macht sich mit Spaß an die Arbeit, entwickelt neue Ideen und bringt das Unternehmen voran.

Häufig wird im Bewerbungsgespräch die Frage nach den persönlichen Stärken und Schwächen gestellt. Die Stärken sind schnell gefunden, doch über die Schwächen wird lieber nicht geredet oder es wird die am wenigsten schlimme herausgepickt. So ein Unsinn! Niemand ist gleich gut in allem. Wer gut schreibt, kann oft nicht besonders gut rechnen. Dann lasst den Schreiber schreiben und fürs Rechnen holt jemanden anders, der es gut und gerne macht. Lasst uns zurückfinden zu einer Kultur des Miteinanders, einer Führungskultur mit Verstand und Herz. Dann gibt es keine Grenzen mehr…

In der nächsten Woche geht es hier übrigens um das Thema Gefühle und wie wir sie für unseren persönlichen Erfolg nutzen können.

Allein das Wort Gehaltsverhandlung löst bei vielen Menschen eine Bandbreite an Gefühlen aus, von akutem Unwohlsein über absolute Unpässlichkeit bis hin zur hysterischen Schnappatmung. Sie sträuben sich dagegen, hätten den Termin am liebsten schon hinter sich oder wollen sich noch lieber gar nicht mit dem Thema befassen. Sie scheuen die „Bewertung“, wollen mit den eigenen Leistungen nicht angeben oder sich dafür rechtfertigen müssen. Und doch, eine Gehaltsverhandlung ist wichtig, denn sie ist ein wichtiges Instrument, um die eigene Rolle im Unternehmen einzuschätzen und sich zu reflektieren.

© aleksander1 / Fotolia

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Augen zu und durch könnte man also meinen, doch wer eine Gehaltsverhandlung richtig angehen möchte, der sollte ein wenig mehr Zeit in die Vorbereitung des Termins investieren. Die folgenden Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Wie schätze ich meine Leistungen in den vergangenen 12 Monaten realistisch ein?
  • Was steht aktuell an, wie laufen die derzeitigen Projekte?
  • Welchen zusätzlichen Nutzen könnte ich dem Arbeitgeber in Zukunft noch bieten?
  • Gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, Ideen oder ungenutzte Ressourcen?
  • Was sind die persönlichen Ziele des Gesprächs?
  • Welche Kritikpunkte könnte der Arbeitgeber anbringen?
  • Wie kann ich meinem Arbeitgeber entgegenkommen?
  • Was könnte aus seiner Sicht gegen die eigenen Wünsche sprechen?

Verhärtete Fronten, Geringschätzung, Vorurteile. Viele Menschen sehen nur die eigenen Bedürfnisse und Notwendigkeiten und verpassen die Chance, auch die des Gesprächspartners wahrzunehmen. Das führt zu falschen Vorstellungen, Schuldzuweisungen und Missverständnissen, die häufig unnötig sind. Wer jedoch respektvoll und auf Augenhöhe kommuniziert, der wird das bessere Ergebnis erzielen. Und hier sind wir schon beim berühmten Kern der Sache. In einer Verhandlung geht es natürlich darum, ein gutes Ergebnis für sich selbst zu erzielen. Doch mindestens genauso wichtig ist es, dass auch der Gesprächspartner ein gutes Ergebnis erzielt. Win-Win ist möglich. Im Job häufig sogar nötig, denn wenn einer der beiden Gesprächspartner sich übervorteilt fühlt oder dem anderen über seine eigenen Grenzen hinweg zu weit entgegenkommen musste, dann wird das der Beziehung schaden. Daher gilt: nie mit zu starren Zielvorstellungen in ein Gespräch gehen, immer einen Plan B oder zumindest eine Variante für Plan A in der Tasche haben und in der Sache hart, aber im persönlichen Bereich weich verhandeln. Dann klappt es auch und die uralte Angst vor der jährlichen Gehaltsverhandlung kann weichen.

In der nächsten Woche geht es hier übrigens um das Thema Führung. Sehr umstritten, sehr spannend…

Neulich träumte ich, dass ich mit Steve Jobs in einem wunderbar gemütlichen Wohnzimmer sitze und Tee trinke. Wir plauderten über dies und das, tauschten uns über Ideen, Marketing, Mitarbeiterführung und Kinder aus. Es war ein Gespräch unter vier Augen, vertraulich, freundschaftlich und sehr inspirierend. Als ich aufwachte bedauerte ich sofort, dass ich dieses Gespräch im echten Lieben nie geführt hatte. Doch dann dachte ich: war das Gespräch weniger echt, weil ich es nur geträumt habe? Fühle ich mich nicht inspiriert und bereichert? Warum also Bedauern? Und dann dachte ich darüber nach, mit wem ich noch alles gerne ein Gespräch unter vier Augen führen würde. Wer mich über die Maßen inspiriert und seit Jahren begleitet. Es dauerte nur Sekunden, da wusste ich es.

Vielleicht würden wir zusammen auf der Gartenschaukel sitzen, uns von Zeit zu Zeit mit dem Fuß ein bisschen Schwung holen, ein wenig Schinken und Melone essen, Gedanken austauschen, schweigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich mit Sokrates plaudere. Vielmehr glaube ich, dass ich ihm lauschen würde, seinen Gedanken und Theorien. Wie gerne würde ich von ihm persönlich etwas über die vier Formen des Denkens hören. Sie haben mich schon als junger Mensch fasziniert und sind heute aktueller denn je.

© Dariusz Kopestynski/ Fotolia

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Die vier Formen des Denkens: Das Mutmaßen, das Glauben, das Denken und die Einsicht

Die Vertreter der ersten beiden Denkformen sind geprägt von dem Verlangen nach Geld und Eigentum und nach Dingen wie Haus- und Grundbesitz. Sie begleitet ständig das Gefühl der Armut und des Mangels. Die Vertreter der beiden anderen Denkformen dagegen streben nach Erkenntnis und Meisterschaft. Sie sind der Überzeugung, dass für alle genug da ist und leben danach. Ein bisschen ist es so wie mit dem halb vollen und dem halb leeren Glas. Die Fakten sind die gleichen, doch das Gefühl ist ein vollkommen anderes. Wer etwas erreichen will, der kann das nicht mit einem Gefühl der Armut und des Mangels. Um Großes zu schaffen, braucht man ein Bewusstsein des Reichtums. Hier schließt sich der Kreis und wir sind bei der Grundregel: Denke groß, denke reich. Nur dann, so sagte Sokrates bereits vor mehr als zweitausend Jahren, werde …“der beste Teil der Seele (…) hinangeführt zu dem Anblick der Besten unter dem Seienden“.

Ist das nicht schön und wahr? Ich habe mir fest vorgenommen, dass ich heute nacht im Traum mal zur Gartenschaukel hinüberschlendere. Wer weiß, vielleicht sitzt der große Philosoph dort schon und wartet? Vielleicht bringt er auch noch einen Überraschungsgast mit. Wer weiß… Ich halte Sie auf dem Laufenden…

In der nächsten Woche geht es hier übrigens darum, wie man erfolgreich verhandelt und so erreicht, was man möchte.

Geld wächst nicht auf Bäumen, Wer erfolgreich ist, der hat keine Freunde, mit dem Geld geht das Glück und kommt der Neid, lieber arm und glücklich als reich und krank… Die Liste dieser Sätze könnte ich noch eine ganze Weile erweitern. Ist es nicht faszinierend, was viele Menschen ihren Kindern über das Leben, die Arbeit, den Erfolg und die Wertigkeit von Geld beibringen? Wäre es nicht viel stimmiger, wenn man den Kindern ein gutes Verhältnis zu Geld und dem Gefühl dazu vermitteln könnte?

Zugegeben, das beste Mädchen von allen ist noch klein. Doch nachdem andere Kinder im Kindergarten schon Taschengeld bekommen, wurde das natürlich auch bei uns im Haus heiß diskutiert. Während meine Frau der Meinung war, dass das Mädchen in ihrem zarten Alter noch kein Taschengeld braucht, bin ich da doch etwas anderer Meinung. Natürlich werden hier keine großen Beträge ausgezahlt, doch entwickelt man nicht ein besseres Gefühl zu Geld, wenn man selbst welches hat? Geld, über das man selbst bestimmen kann? Mit dem man sich ein Eis, einen Lolli oder vielleicht auch mal eine Zeitschrift kaufen kann? (Die werden übrigens nicht wegen der fantastischen Geschichten gekauft, sondern nur wegen der kleinen und meist noch am selben Tag kaputten Extras). Ist es nicht gut, wenn man beizeiten lernt, dass man mit Geld tolle Sachen kaufen kann, dass man aber auch Entscheidungen treffen muss (Lolli oder Eis?) und dass die Münzen dann auch weg sind. In der Schule steht der Umgang mit Geld ja wohl nicht auf dem Lehrplan…

© Miriam Dörr / Fotolia

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Jedenfalls habe ich mir einen schlauen Trick überlegt. Es gibt für das beste Mädchen von allen einen Euro Taschengeld in der Woche. Wenn sie es schafft, einen Teil des Geldes oder alles zu sparen, dann gibt es in der kommenden Woche den gleichen Betrag noch einmal extra von mir. Gut, oder? Jetzt muss ich nur noch meine Frau davon überzeugen…

Übrigens sind die negativen Glaubenssätze zum Thema Geld der häufigste Grund, warum Menschen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Sie glauben intuitiv daran, dass sie zu schlechteren Menschen werden, wenn sie viel Geld verdienen. Also ziehen sie unattraktive Kunden an, lassen sich nicht anständig für ihre Arbeit bezahlen oder tun unbewusst alles dafür, um nicht mehr zu verdienen als der eigene Vater. Hinterfragen Sie unbedingt Ihre Glaubenssätze zum Thema Geld. Entschlüsseln Sie sie, ermitteln Sie die Motive, die dahinter liegen und formulieren Sie die negativen Glaubenssätze bitte schnellstmöglich in positive um. Sagen und glauben Sie: „Mit Geld kann man unglaublich viel Gutes bewirken.“ oder „Ich leiste gute Arbeit und verdiene dafür gutes Geld.“ Ich verspreche Ihnen, dass es Ihr Leben verändern wird.

In der nächsten Woche geht es hier darum, was uns Sokrates rät, um erfolgreich zu werden.

Als ich klein war, da war ich häufig zum Abendessen bei einem Freund. Dessen Vater kam oft nach Hause, wenn wir schon vor unseren gut gefüllten Tellern saßen und die Mutter meines Freundes fragte dann ihren Mann: „Na, wie war die Arbeit?“ Und er sagte: „War in Ordnung, es ist halt Arbeit. Wenn es Spaß wäre, dann würde man es auch so nennen.“ Als Kind fand ich das total witzig und dachte mir oft, dass er da sicher Recht hätte. Spaß ist Spaß, Arbeit ist eben ernsthaft und offenbar alles andere als ein Vergnügen. Erst viel später, da war ich schon lange erwachsen, da dachte ich erneut über diesen und weitere Sätze dieser Art nach.

Wenn Arbeit unglücklich macht…

Viele Menschen gehen Tag für Tag auf die Arbeit, ohne Freude daran zu haben. Sie denken, dass sie es tun müssen, dass es für sie keine andere Wahl gibt. Sie sind frustriert, ohne Antrieb und fühlen sich als kleines Rädchen in einem viel zu großen System. Häufig endet das über kurz oder lang mit einem Burnout. Doch was tun, um gegenzusteuern? Natürlich gibt es hier nicht den einen Tipp, mit dem alles wieder gut wird. Doch es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die helfen. Dazu gehört, dass man Projekte nicht nur teilweise bearbeitet. Das frustriert, gerade wenn man immer nur routiniert an der einen Stelle eingebunden ist. Wir wollen Erfolgserlebnisse, und diese gibt es nur, wenn man auch Projekte abschließt. Ist das aufgrund von Strukturen nicht möglich, dann sollte eine Rotation erfolgen, so dass man nicht für lange Zeit immer an der gleichen Stelle arbeitet. Zusätzlich ist es wichtig, dass man sich selbst aus der Opfer-Rolle in eine Entscheider-Rolle bringt. In jeder Sekunde eines jeden Tages treffen wir Entscheidungen. Niemand muss zur Arbeit, niemand muss dieses oder jenes tun, jeder kann, darf und möchte im Idealfall. Ist etwas nicht mehr stimmig, dann muss der Veränderungsprozess eingeleitet werden. Nicht hoppladiehopp und überstürzt, sondern vielmehr gezielt und systematisch.

©lassedesignen/Fotolia

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Wenn Arbeit glücklich macht…

Entscheidungen treffen, selbstbestimmt leben und arbeiten, Prozesse beeinflussen, Meinungen einbringen, Wertschätzung erfahren, Projekte abschließen. All das sind Faktoren, die das Wohlbefinden auf der Arbeit positiv beeinflussen. Doch es geht noch um mehr, denn manchmal ist man zwar in seinem Job sehr gut, doch das Herz schlägt für etwas anderes. Dann geht es darum, dieser Leidenschaft zu folgen. Vielleicht nicht sofort, doch jeder Mensch ist in der Lage, sein Schicksal zu beeinflussen. Statt den Kopf in den Sand zu stecken wird Schritt für Schritt ausgelotet welche Möglichkeiten es gibt. Dabei geht es darum, wie man nach und nach mehr von dem tun kann, wofür man brennt und weniger von dem, was einen frustriert, demotiviert oder einfach keinen Spaß macht. Tut man, was man liebt, dann entsteht daraus eine unglaubliche Kraft, denn Leidenschaft kreiert Erfolg.

Denken Sie einmal darüber nach. Wofür brennen Sie? Sind Sie der Busfahrer in Ihrem Leben oder sitzt vielleicht doch jemand anders am Steuer und Sie fahren nur mit… Egal, wo die Reise hingeht. In der nächsten Woche geht es hier um die Einstellung zum Geld und was wir unseren Kindern darüber beibringen sollten…

Neulich bei mir zuhause. Das beste Mädchen von allen befindet sich mitten in der Geburtstagsplanung und überlegt, wer eingeladen wird. Sie zählt gefühlt 50 Namen aus dem Kindergarten auf, hält plötzlich inne. „Papa, wenn du mir eine Hüpfburg für den Garten kaufst, dann lade ich dich auch zu meinem Geburtstag ein.“ Ich: Mäuschen, heißt das, dass ich nicht kommen darf, wenn ich nicht mache, was du möchtest?“ Sie: „Mach es doch einfach.“ Ich: „Ich habe dich lieb mein Schatz, doch dann komme ich lieber nicht und mache mir mit der Mama einen schönen Nachmittag. Dann kümmerst du dich aber auch um den Kuchen, das Abendbrot, die Spiele und die Schatzsuche?“ Sie: „Ach weißt du Papa, vielleicht kriegst du doch eine Einladung.“

© Viacheslav Lakobchuk / Fotolia

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Zugegeben, das Mädchen ist schlau. Schließlich hat es mir fast das Herz gebrochen, nicht auf den pinken Prinzessinnen-Geburtstag eingeladen zu werden. Doch wenn man hier keine Grenzen setzt, dann wird aus der Prinzessin schnell ein Tyrann. Und was bei Kindern wichtig ist, das ist im Job nicht minder wichtig. Stopp zu sagen, wenn zu viele Aufträge auf dem Schreibtisch landen, wenn jemand Arbeit abwälzt oder sich mit fremden Lorbeeren schmückt, das ist Selbstschutz. Und doch, das Kino im Kopf geht häufig schon los, bevor man noch protestieren kann. Was hat das jetzt für Konsequenzen, wenn ich deutlich mache, dass es nicht meine Aufgabe ist, dass ich dafür keine Kapazitäten habe oder es schlicht und ergreifend nicht möchte? Kostet mich das die Beförderung… Fragen über Fragen schießen einem in den Kopf und man entscheidet sich häufig wider besseres Wissen dafür, diese Aufgabe noch zu erledigen, das weitere Projekt zu übernehmen, die Extra-Zeit zu investieren. Man will ja gemocht werden, respektiert, geschätzt und anerkannt. Und schon sind wir mitten drin in der Welt der Gefühle.

Die Kunst des Nein-Sagens

Nein sagen will gelernt sein. Es gibt keinen Grund es böse zu sagen, es geradezu heraus zu bellen oder es als Auftakt für einen Gegenangriff zu nutzen. Vielmehr geht es darum, souverän und angemessen Nein zu sagen. Begründen Sie, warum sie dieses oder jenes nicht tun können oder möchten. Seien Sie selbstsicher und achten Sie darauf, dass das Gespräch auf Augenhöhe stattfindet. Begründen Sie, doch rechtfertigen Sie nicht. Es gibt keinen Grund dafür. Im richtigen Moment Nein zu sagen ist nicht nur befreiend, sondern sogar Karriere fördernd. Denn so haben Sie Kapazitäten frei, um neue Aufgaben zu übernehmen, die Sie wirklich voranbringen und Sie zeigen, dass Sie Konflikte nicht scheuen. Gut, oder?

In der nächsten Woche geht es darum, wie man am Arbeitsplatz wirklich glücklich wird.

Zugegeben, es ist immer ein bisschen einfach, die erfolgreichen Menschen in Typen einzuteilen. Doch nur weil etwas einfach ist, heißt es ja noch nicht, dass es nicht stimmt. Und auch wenn ich prinzipiell für Individualität, Ecken und Kanten bin, ist es doch erstaunlich, wie häufig diese drei Archetypen in den Chefetagen zu finden sind. Noch erstaunlicher allerdings ist ein anderer Fakt. Was glauben Sie? Welcher Typ Mensch ist besonders erfolgreich? Der Geber, der Nehmer oder der Tauscher? Bevor wir uns jedoch damit beschäftigen, schauen wir uns die drei Typen einmal genauer an.

©ellisia/Fotolia

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Die Nehmer

Sie stellen die eigenen Bedürfnisse stets über die Interessen der anderen. Sie möchten mehr bekommen, als sie geben. Nehmer glauben daran, dass jeder nur an sich selbst denkt und möchten möglichst viel Anerkennung für ihre Bemühungen erhalten. Nehmer kümmern sich immer zuerst um sich selbst.

Die Geber

Während der Nehmer aus taktischen Gründen gibt, etwa um zu einem späteren Zeitpunkt einen größeren Gefallen bei der anderen Person einzufordern, ist es dem Geber ein Bedürfnis zu helfen, zu unterstützen und zu fördern. Geber achten zuerst darauf, was andere Menschen brauchen und stellen sich selbst hintenan. Sie tun Dinge nicht für eine Gegenleistung, sondern weil etwas von einer anderen Person benötigt wird. Reine Geber sind in der Arbeitswelt selten anzutreffen.

Die Tauscher

Wie du mir, so ich dir ist die Maxime der Tauscher. Sie bemühen sich um ein ausgewogenes Verhältnis. Wenn Sie jemandem helfen, dann schützen sie sich, indem sie etwas dafür zurückbekommen wollen. So versuchen die Tauscher zu vermeiden, übervorteilt zu werden.

Jetzt könnte man denken, dass Geber sich so sehr um die Belange anderer kümmern, dass ihre eigenen zu kurz kommen. Und das ist auch so. Doch während manche von ihnen am unteren Ende der Karriereleiter landen, schaffen es viele von ihnen auch ganz nach oben. Geber haben Statistiken zu Folge sowohl die schlechteste als auch die beste Leistungsbilanz, während die Nehmer und die Tauscher im Mittelfeld landen. Wie kommt das? Geber sind langfristig häufig erfolgreich, weil sie ein erstklassiges Netzwerk haben. Weil ihnen jeder den Erfolg gönnt und weil man ihnen gerne und ohne zu zögern hilft. Schließlich würden sie es ja auch tun. Ist das nicht ein toller Gedanke? Gut zu sein lohnt sich…

In der nächsten Woche geht es hier um Grenzen, um das Wort Nein und um Kino im Kopf.

Fallen wir gleich einmal mit der Tür ins Haus. Kritik ist überbewertet. Immer wieder heißt es, es sei unglaublich wichtig, kritikfähig zu sein und dass man nur durch Kritik zu Höchstleistungen kommen könne. Fakt ist doch aber, dass niemand gerne kritisiert wird und dass es einen runterzieht und demotiviert. Natürlich ist es manchmal unerlässlich, sich auch kritische Anmerkungen anzuhören und aus dem Feedback zu lernen. Immer vorausgesetzt, dass es sachlich vorgetragen und fundiert ist.

Feedback oder Kritik?

Der Unterschied mag klein sein, doch im Miteinander kann er einen großen Unterschied machen. Immerhin handelt es sich bei Feedback um eine Rückmeldung, eine sachliche Darstellung einer Meinung, um die man in der Regel gebeten hat. Bei Kritik ist dagegen häufig eine Bandbreite von Befindlichkeiten zu beobachten. Persönliche Meinung, Gefühle, unglückliche Formulierungen, mangelnde Sachlichkeit. Kritik artet häufig in etwas aus, das mindestens auf der einen Seite Frust hinterlässt. Um das zu vermeiden, sollte immer auf einen sachlichen Ton und ein Miteinander auf Augenhöhe geachtet werden. So ist es möglich, etwas Positives aus dem Gespräch zu ziehen.

© freshidea / Fotolia

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Wo ist denn nur das Lob geblieben?

Wer Kinder hat, der kennt sich aus mit dem Lob. Jede Kritzelei, jede verunglückte Rolle im Kinderturnen, jeder Meter auf dem Fahrrad, alles wird gelobt. Schließlich sollen die lieben Kleinen ja motiviert bei der Sache bleiben. Aha, warum verknüpfen wir denn Lob mit Motivation bei den Kindern und tun im Erwachsenenleben das komplette Gegenteil: Kritik üben und erwarten, dass aus dieser Negativ-Motivation etwas Positives erwächst? Wäre es da nicht viel sinnvoller, dieses Verhalten umzustellen und mehr zu loben? Immerhin heißt es doch, dass wir uns auf das fokussieren müssen, was wir anstreben und nicht das Augenmerk auf etwas richten sollen, das wir vermeiden wollen. Geben wir sonst dem Anti-Ziel nicht viel mehr Raum als dem eigentlichen Ziel, das wir anstreben? Lob verstärkt und generiert ein positives Gefühl. Einmal erhalten wollen wir mehr davon, also tun wir mehr von dem, für das wir ein Lob erhalten haben. Eine Positiv-Spirale entsteht. Die Zufriedenheit steigt und mit ihr die guten Leistungen. Es heißt, wer fundiertes Lob gibt, der bindet seine Mitarbeiter besser ein und das wiederum führt zu besseren Leistungen und einer geringeren Fluktuationsrate. Perfekt, oder?

Loben, aber richtig

Ein „Gut gemacht!“ ist zwar ein guter Anfang, reicht aber nicht aus. Das Lob muss qualifiziert und fundiert sein, sonst verpufft es. Besser ist ein: „Gut gemacht, Herr Müller. Ich mag Ihren Entwurf, weil er auf der einen Seite die Traditionalisten abholt und auf der anderen Seite durch das moderne Farbspektrum neu und innovativ anmutet. Wirklich sehr gelungen, danke.“ Wer so lobt, der zeigt, dass er Qualität wahrnimmt und anerkennt.

In der nächsten Woche geht es hier um drei Archetypen, um die Geber, Nehmer und Tauscher. Und es geht darum, was diese Wesensart mit der Karriere macht…

Dauerhafter Erfolg hat viele Ursachen. Die richtige Einstellung, die Bereitschaft, auch Dinge zu tun, die keinen Spaß machen oder unbequem sind, Gas geben. Doch es gibt auch noch andere Parameter, die zum Erfolg maßgeblich beitragen. Sie wirken vielleicht auf den ersten Blick nicht so durchschlagend, doch das täuscht. Daher möchte ich Ihnen heute drei dieser „stillen“ Erfolgstipps vorstellen.

Geben

Wir Menschen sind Schwingungswesen. Was wir aussenden, das kommt auch zu uns zurück. Wenn wir also großzügig, empathisch und positiv agieren, dann wird die Welt uns auch in diesem Ton antworten. Doch nicht nur das: etwas herzugeben und damit etwas Gutes zu bewirken ist einfach ein gutes Gefühl. Die Welt ist danach ein bisschen besser und es hat etwas Reinigendes. Versuchen Sie es einmal. Wer gibt, der tankt gute Gefühle.

Die 21-Tage-Regel

Zugegeben, 21 Tage reichen in der Regel nicht dafür aus, eine neue Routine zu entwickeln. Wir brauchen ungefähr 100 Tage, damit ein neues Verhalten so konditioniert wird, dass es sich vollkommen normal anfühlt und man nicht mehr darüber nachdenken muss. Doch 100 Tage sind eine enorm lange Strecke und vielen Menschen macht die lange Distanz Angst. Daher starten sie nicht und verharren weiter in alten Gewohnheiten. Mit der 21-Tage-Regel ist der Start leichter, denn der Druck ist nicht so hoch. Sie möchten mehr Sport machen? Mehr meditieren, gesünder essen oder mehr verdienen? Dann starten Sie jetzt. Meditieren Sie jeden Morgen, joggen Sie jeden Abend oder kontaktieren Sie jeden Tag einen Neukunden. Was Sie auch tun, tun Sie es jeden Tag. 21 Tage lang. Erlauben Sie sich keine Ausnahmen, denn sie sind der Feind der Kontinuität. Haben Sie doch einen Tag ausgelassen, dann beginnt die 21-Tage-Frist wieder von vorn. Wenn Sie es geschafft haben, dann sind Sie bereit für die 100 Tage und auf dem besten Weg zu einem neuen, förderlichen Verhalten.

© underdogstudios / Fotolia

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Das Ziel im Visier

Niemand steigt auf einen Berg, wenn er den Gipfel nicht im Auge behält. Genauso ist es mit den Zielen. Verliert man sein Ziel aus dem Auge, dann wird der Weg immer beschwerlicher. Zu viele Ablenkungen lauern, zu viele Dinge, die man tun muss oder möchte und nicht wenige davon bringen einen vom Weg ab. Überprüfen Sie daher mindestens einmal in der Woche, ob Sie weiter Ihr Ziel fest im Blick haben und darauf zu steuern. Müssen Sie den Kurs korrigieren, brauchen Sie Hilfe oder läuft alles? Es ist ein gutes Gefühl, sich zu vergewissern, dass man auf einem guten Weg ist. Das ist wie ein Etappenziel und erlaubt einem einen kurzen Blick auf den Gipfel. Die große Belohnung des „Oben-Stehens und ins Tal-hinunter-sehens“ folgt dann später.

In der nächsten Woche geht es hier um Lob und darum, wie man durch Lob die Leistungen der Mitarbeiter entscheidend verbessern kann.